
Gardasee, Lago d'lseo und Lago d'ldro
Richtung Osten, zwischen den Voralpen und der Po-Ebene
Die Voralpenseen der Lombardei und des Veneto sind ein klimatisches und landschaftliches Wunder: wie ein Stück Mittelmeer, das zufällig zwischen die massiven Berge und die grüne Po-Ebene geraten ist. Olivenhaine, Zitrusbäume, Gärten mit Blumen in leuchtenden Farben und tropischen Pflanzen. Ein unvergesslicher Traum, eine bezaubernde Landschaft, wie man sie nur selten auf der Welt finden kann.
Gardasee
An den Gardasee denken und sich wie am Meer fühlen. Tatsächlich gleicht der Gardasee mit seinen Wellen und Schaumkronen, Stränden und verborgenen
Buchten, Gerüchen und Farben einem kleinen Meer. Es scheint unmöglich, aber dieser Zauber besitzt eine wissenschaftliche Erklärung: zu verdanken ist dieses Phänomen einem Gletscher, der zu Urzeiten eine lange und tiefe Furche schuf und enorme Gesteinsmassen im Tal hinterließ. Dieser Bereich wurde bald durch das Wasser des Flusses Sarca gefüllt und auf diese Weise entstand das noch heute für alle sichtbare Wunder.
Der Gardasee (auch Benaco genannt) hat zu allen Zeiten fasziniert, was den Beweis für seine unvergängliche Schönheit darstellt, klares und sauberes Wasser, sonnige und gut erreichbare Strände. milde Temperaturen, herrliche Spaziergänge in unvergesslichen Landschaften: wie sollte man sich aus dem Bahn dieser feierlichen und gleichzeitig Vertrauens erweckenden Schönheit befreien können? In der Tat war der Gardasee immer schon ein Muss auf den Routen großer Reisender, von Goethe zu Byron, Lawrence, Ibsen, Rilke und Gide, um nur einige zu nennen. Ezra Pound schrieb eines Tages an James Joyce, ihn an den See einladend: "Hier fühle ich mich zuhause", Die literarischen Zelebrierungen seiner Schönheit begannen bereits viele Jahrhunderte zuvor. Der lateinische Poet Catull wählte Sirmione als seine Zuflucht und widmete dem Ort eine seiner feierlichsten Dichtungen; Vergil beschrieb in den Georgica mit starken und effektvollen Bildern einen stürmischen See.
Was sich in Augen und Herzen verewigt, ist das majestätische Naturschauspiel aus Licht und Farben, das den Gardasee zu allen Jahreszeiten zu einem absolut einzigartigen Ferienziel macht. Die mit Dörfern und Städtchen gesäumten Ufer fügen sich auf faszinierende Weise in die Schönheit der Natur ein. Antike Zeugnisse römischer Ansiedlungen, mittelalterliche Festungen. beeindruckende Paläste und Patriziervillen ( Info Bootsfahrten: Tel. 0039 030 9149511).
Der größte See Italiens grenzt an die drei Regionen Trentino-Alto Adige, Veneto und Lombardei. Eine insgesamt 125 Kilometer messende Rundfahrt am Ufer entlang beginnt idealerweise ganz im Norden, im Trentino. In dieser Gegend voller intensiver Düfte und Farben, Natur, Kultur und Geschichte, fährt man durch die Städtchen Arco, Riva del Garda und Torbole, die immer wieder auf neue Weise ihre ausgeprägte Gastfreundschaft anbieten, die sie bereits zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert bei den illustren Persönlichkeiten des Habsburgischen Reichs so beliebt gemacht hat. Heute sind sie ein Traum für Segler und Windsurfer, denn es herrscht hier ein kräftig über die Wasserfläche fegender Wind.
Fährt man am Ostufer im Veneto in Richtung Süden, erreicht man die wegen ihres ausgeprägt mediterranen Klimas so genannte „Olivenriviera“,
Bei Monte Baldo erhebt sich Malcesine neben einem Fels, der an ein Malheur von Goethe erinnert, als dieser beim Skizzieren der Burg für einen Spion gehalten und gefangen genommen wurde. Weiter geht es nach Brenzone, Torri del Benaco mit einem mittelalterlichen Hafen, geschützt durch eine von den Scaliger (in Verona Ende des 14, Jahrhunderts herrschendes Patriziergeschlecht) erbaute Burg; Garda und inmitten von Olivenhainen San Vigilio mit dem großen italienischen, als Ort der Meditation und literarischen Freuden entworfenen Garten der Villa Guarienti aus dem 16. Jahrhundert; Bardolino, weltweit für seinen Wein bekannt; das hübsche Dorf Lazise; Peschiera mit einer durch Mauern und Graben aus dem 16, Jahrhundert befestigten Altstadt. Wenige Kilometer entfernt liegt der Freizeitpark Gardaland, der mit seinen aufregenden Attraktionen ein Riesenspaß für jung und alt ist. In der Lombardei trifft man direkt auf Sirmione: ein einfacher und gut strukturierter Ferienort, jung und alt, voller Leben und Bewegung, aber auch ruhig und besinnlich, ein Eldorado für Wassersport und ein romantisches Ziel für einen abendlichen Besuch. Hier geben sich die Gegensätze die Hand: Sirmione mit seiner Burg aus dem 13. Jahrhundert und den Thermen bietet zahlreiche Facetten, bleibt aber unverwechselbar. Der Ort lebt vor allem von Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit und weist zahlreiche römische Spuren (die Grotte di Catullo genannte Villa) sowie Gebäude aus dem Mittelalter und der Renaissance auf. Gleichzeitig jedoch bietet Sirmione eine stets neue Gegenwart.
In Desenzano zeigt die Architektur Spuren venezianischer Herrschaft, unweit vom Strand von Lonato und der Abtei von Maguzzano. Wir finden hier zahlreiche Burgen und Villen, auch inmitten von Weinbergen im nahe liegenden Valtenesi. Hinter Padenghe, eingeschlossen in den Mauem der mittelalterlichen Burg, und Moniga liegt, sich im Wasser spiegelnd, die elegante und größte Ortschaft am Westufer, Salo. Die Reise geht weiter durch Olivenhaine bis nach Gardone Riviera, das besonders durch die üppige Vegetation des Gartens Hruska besticht, quasi als Ankündigung des kleinen Golfs von Maderno und der Ortschaft Toscolano. Ab hier scheint in Richtung Gargnano und Limone der steil in das Wasser abfallende Berg den See zu dominieren. Ungewöhnliche Terassenformen machen Zitronenplantagen Platz, Gewächshäuser für den Winteranbau, die aufgegeben und allmählich in Wohnungen umgewandelt wurden, können heute wieder in ihrem alten Glanz erstrahlen. Das außergewöhnlich milde Klima erlaubt einen, wenn auch begrenzten, Anbau von Zitronen, Zedern und Bergamotten. Der Gardasee und sein Umland stellen einen idealen Sportplatz für Liebhaber von Aktivurlaub und Körperkultur dar. Bereits genannt wurden Windsurfen und Segeln, doch auch zum Kanu fahren und Sportfischen gibt es hier sehr gute Bedingungen.
Das direkte Hinterland ist ein ideales Feriengebiet mit einer Vielfalt an Landschaften und modernen Ausstattungen zum Radfahren, Reiten, Tennis- und Golfspielen, und wie geschaffen für ausgiebige Spaziergänge oder Bergwanderungen.
Das Fremdenverkehrsangebot ist beachtlich dank komfortabler und moderner Hotelstrukturen, zahlreicher Sommerresidenzen und gut ausgestatteter Campingplätze. Die Gegend um den Gardasee kann man aber auch im Hinblick auf seine Nahrungsprodukte und das gastronomische Angebot entdecken. Es gibt kaum etwas angenehmeres, als sich von der Esskultur durch die Natur, Geschichte und Tradition führen zu lassen, Gaumenfreuden und Düften
einer Gegend folgend, in der das alpine Ambiente ein mediterranes Kolorit annimmt. Weine und besonders das Olivenöl Extravergine sind zusammen mit dem Süßwasserfisch die renommiertesten Produkte des Gardagebiets. Die Erzeugnisse sind derart vielfältig und umfassend. dass sie für den Besucher, der sich durch ihre Ursprünglichkeit und Einfachheit verführen lässt, eine an Suggestionen reiche Erfahrung darstellen.
Lago D´Iseo
Ein Gewässer mit tausend Gesichtern, einfach und malerisch, sanft und wild zugleich. Der Lago d'lseo (auch Sebino genannt) liegt in herrlicher Landschaft, von
Bergen eingerahmt. In seiner Mitte erhebt sich Monteisola, die größte italienische Seeinsel, die nördlich und südlich von den Inseln Loreto und San Paolo eingefasst ist ( Info Bootsfahrten: Tel. 0039 035 971483). Die Vielfältigkeit der Naturschönheit ist verblüffend und die Landschaft verändert sich durch ein ständiges Licht- und Farbenspiel. Das milde Klima wird im Sommer durch eine konstante Luftbrise temperiert; selbst im Herbst und Winter gibt es viele sonnige Tage. Die schönen Uferstädte voller Erinnerungen an eine illustre Vergangenheit und alten Traditionen, sind eine Entdeckung wert: das Alte ist dezent, fast scheu, das Neue niemals laut.
Komfortable Hotels, Pensionen und Campingplätze, moderne Badeanlagen und Sportmöglichkeiten finden sich in den prestigereichen Ortschaften am gesamten Ufer, von der Hauptstadt Iseo ( wenige Kilometer vom Naturreservat Torbiere del Sebino entfernt, einem wertvollen Sumpfgebiet, in dem Zugvögel Rast machen) bis Lovere, einem eleganten und gastfreundlichen Ort am Eingang zum Valcamonica; von Sarnico ( reich an Zeugnissen aus der Vergangenheit, wie die Reste eines prähistorischen Pfahldorfs, die Altstadt und die mittelalterliche Mauer, der Uhrenturm und einige schöne Jugendstilvillen) bis Riva di Solto und Pisogne. Vom nördlichen Ufer des Sees erreicht man in kurzer Zeit die Thermalzentren Boario und Angolo Terme und vor allem Capo di Ponte, dessen Nationalpark mit den Felszeichnungen von Naquane Ziel für Wissenschaftler und Touristen aus aller Welt ist, die die auf den Felsen hinterlassenen Spuren des Volkes der Camuni bewundern. Etwas südlich von Iseo liegt das Weinanbaugebiet Franciacorta mit seinen hochwertigen DOC-Weinen.
Lago D´Idro
Einer alten Legende nach lebte auf dem Boden des Sees im Sabbia-Tal, einem Grenzgebiet mit üppiger Natur, das Untier Hydra mit vier Beinen, einem schuppigen Schwanz und sieben Schlangenköpfen. Auf seinen langen Reisen kam auch Herkules an diesen Ort, wo er den Drachen tötete und das Tal von seinem Albtraum befreite. Von der gefürchteten Bestie ist nur noch der Name geblieben...
In dieser Berggegend mit rustikal schönen, von Holzhandwerkern bewohnten Siedlungen, den an Felsen hängenden mit Kunstschätzen angefüllten Burgen und Kirchen, verlief vor einem Jahrhundert die Grenze zwischen den beiden Staaten Italien und Österreich-Ungarn. Damals standen sich die Festungen gegenüber und die Kanonen waren aufeinander gerichtet, woran heute noch die, in Europa einzigartige, Militäranlage Rocca d' Anfo erinnert ( ursprünglich von Napoleon geplant).
Sie besteht aus acht getarnten und miteinander verbundenen kleineren Festungen auf verschiedenen Höhen, die die Straße zwischen Trient und Brescia dominieren.
Der kleine, von den schroffen Bergen umgebene, wunderbar ruhige Lago d'ldro ist ein blauer Fleck inmitten grüner Wälder und Wiesen. An seinem Ufer liegen die drei Ortschaften Ponte Caffaro im Norden, Anfo im Westen und Idro im Süden, die in den letzten Jahren ihre Hotel- und Fremdenverkehrskapazitäten deutlich ausgebaut haben.
Anreise
Am nächsten zum Gardasee liegt der Rughafen von Verona, während das Gebiet von Logo d'lseo und Lago d'ldro besser vom Flughafen Orio al Serio bei Bergamo zu erreichen ist Die Straßenverbindung erfolgt durch die beiden Autobahnen A4 (Mailand-Venedig) und die A22 (Brenner-Modena), die südlich und östlich von Gardasee verlaufen; auf der A4 erreicht man bei Bresda den Lago d'lseo und den Lago d'ldro.
Prospekt: 



