Volltextsuche    
Karersee,Ledrosee,L. di Misurina & L. di Caldonazzo


Perlen des Lichts im Alpenzauber


In jedem Tal, jeder Mulde zu Füßen der Gipfel, zwischen Wiesen oder am Rand von Wäldern: eine Legende, ein Traum, ein See. Die gesamten Alpen sind übersät mit kleinen blauen Perlen, die ein zauberhaftes Panorama mit magischen Reflexen erleuchten. Die tausend Seen der Alpen sind Basis gleich vieler Geschichten von Hexen und Feen, Riesen und Prinzessinnen. Ein Wasserzauber zwischen Fels und Himmel.



Von Piemont bis Friaul-Julisch Venetien


Auf dem gesamten schier endlosen Bogen von den terassenförmigen Hängen am ligurischen Meer bis zu den Dolomiten und den Julischen Alpen, sind die italienischen Alpensee zwischen 1800 und 2500 Höhenmetern eine wahre Faszination. Fast immer handelt es sich um die zwischen Gletschern oder nacktem Fels gelegenen Wasserflächen, die ihre Umgebung noch suggestiver machen. Seen mit kuriosen oder phantasievollen Namen, fast immer an Mythen und Legenden gebunden, die ihren Zauber noch steigern. Wie der bekannte Karersee im Eggental, in den Südtiroler Dolomiten. In seinem Wasser sind die Spiegelungen aller Farben der Iris zu sehen. Dieses Wunder beruht der Legende nach auf einem Zauber. Der Hexer des Berges Latemar hatte sich in die wunderschöne in dem Gewässer lebende Nymphe Ondina verliebt und mehrfach versucht sie zu entführen. Eines Tages ließ er auf Anraten einer Hexe einen Regenbogen über dem Karersee erscheinen, um seine Angebetete anzulocken. Als Ondina aber von der Neugierde getrieben aus dem Wasser stieg, kam sie hinter seine List und schlug erschrocken die Flucht ein, Der Hexer wurde aufgrund dieses erneuten Scheiterns derart wütend, dass er den Regenbogen ergriff und in tausend Stücken in den See warf. Seit jenem Tag spiegeln sich im Wasser alle Farben der Iris. Die Seen der Dolomiten sind die bekanntesten Alpenseen. Der nahe Cortina d' Ampezzo gelegene See von Misurina zum Beispiel: er ist eine wahre Per'le in intensivem Hellblau, eingerahmt fon felsigen Berge, die sich bei Sonnen auf- und Untergang rosa und orange färben.
Oder der See von Tovel in dem gleichnamigen Tal, einer Abzweigung des Trentiner Val di Non, der dafür bekannt ist, dass bis vor wenigen Jahren sein klares Wasser im Sommer eine intensive rote Farbe annahm (heute scheint dieses Phänomen verschwunden zu sein); für die früheren Bewohner war dies ein Zauber, während wir heute wissen, dass es sich um das Wachstum einer Alge handelte.

Und mehr: die Seen von Alleghe, Auronzo, Caldonazzo, Levico, Toblino, Molveno, Ledro und der pragser Wildsee, kleine Schmuckstücke in einer der weltweit beliebtesten und faszinierendsten Berglandschaften. Wie schon gesagt, fehlt es im gesamten Alpengebiet nicht an erwähnenswerten Wasserflächen. Beispielsweise die Seen am Monviso, im Parco dei Po Cuneese im Piemont; der See Fiorenza neben den Quellen des Po; die vielen Seen der Ossola, gleichfalls im Piemont; die Seen der Lombardischen Alpen, im Stilfser Nationalpark (Gioveretto und Verde), in dem Parco delle Orobie und dem Parco deli' Adamello; die Seen von Cavedine, im unteren Sarcatal nahe am Gardasee, sowie die Seen von Santa Croce, in den Wäldern bei Belluno, von Predil und Fusine im Friaul-Julisch Venetien.




Für persönliche Katalog merken (?)