Volle Fahrt voraus auf italienischen Gewässern

 

Für Wassersportler aller Couleur bietet die rund 8000 Kilometer lange Küste des italienischen Stiefels mitsamt seiner Inseln ausgesprochen vielfältige Möglichkeiten für alle Arten des Wassersports. Ob Segeltörns entlang der tyrrhenischen, ionischen oder adriatischen Küste, interessante Tauchgänge, Surfen vor kulturhistorisch einzigartiger Kulisse oder Wasser- und Jetski, Kitesurfing oder rasantes Rafting, italienische Gewässer lassen keine Langeweile bei sportbegeisterten Wasserratten aufkommen. Von 21 Regionen besitzen lediglich 5 keinen Zugang zum Meer.

Doch auch hier kann man auf vielen Binnengewässern unterschiedliche Wassersportarten betreiben.

Gute Windbedingungen rund um den Stiefel und zahlreiche gut ausgestattete Yachthäfen und Marinas locken alljährlich Segler an die abwechslungsreiche italienische Küste. Insgesamt mehr als 125.000 Liegeplätze am Meer und auf den Seen stehen Freizeitkapitänen zur Verfügung. Die gute nautische Infrastruktur an italienischen Gewässern und die viel Service bietenden Yachthäfen und Marinas sorgen für reibungslose Tage an Bord und einen angenehmen Aufenthalt an Land.

Aber nicht nur das hervorragende nautische Angebot macht Italien zu einem attraktiven Reiseziel für Wassersportfreunde. Wer Abwechslung zu Strand und Meer sucht, findet ein reiches Kunst- und Kulturangebot und entdeckt auf Ausflügen zu archäologischen Stätten oder beeindruckenden Naturschönheiten, dass Italien auch zu Lande Interessantes zu bieten hat. Und da Seeluft bekanntlich den Appetit anregt, ist man abends bei einem dampfenden Teller frischer Pasta und einem guten Glas Wein in einer Trattoria am Hafen bestens aufgehoben.


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Abwechslung von Nord nach Süd und zurück


Ligurien ist mit rund 22.500 Bootsliegeplätzen Italiens Region mit der größten Anlegekapazität. Von der Blumenriviera bis zum Golf von La Spezia verteilen sich kleinere und größere Yachthäfen. Hier segelt man in historischem Fahrwasser, war Genua doch lange mächtige Seerepublik und Heimatstadt von Christoph Kolumbus. Während Luxusyachten im kleinen Hafen von Portofino vor Anker gehen, geht es an den kleinen Anlegestellen der Cinque Terre beschaulicher zu. Auch Taucher finden an der ligurischen Küste einige hervorragende Reviere, die beispielsweise durch geführte Tauchexpeditionen ergründet werden können. In zahlreichen Küstenorten bieten Segel-, Surf- und Tauchschulen Kurse an. An den Golf von La Spezia schließt sich die toskanische Küste, die über 320 Kilometer bis südlich der Halbinsel des Monte Argentario verläuft.

 

 


Während die nördliche Versilia-Küste weite Sandstrände mit traditionsreichen Seebädern besitzt, von denen der Blick auf die oft verschneiten Gipfel der Apuanischen Alpen fällt, ist die südliche Maremma geprägt von wilder Macchia und dem Naturschutzgebiet des Regionalparks der Maremma. Auf Segler warten in der Toskana 15.000 Liegeplätze an den schönsten Anlegestellen. Taucher finden vor allem rund um den Monte Argentario eine bunte Unterwasserwelt, die für ihre intakte Flora und Fauna bekannt ist.

 

Latium und Kampanien sind nicht nur für ihr enormes kulturelles Erbe, sondern auch für ihre wunderschönen Küstenlandschaften bekannt. Berühmte Küstenorte wie Gaeta, Sperlonga und Sabaudia in Latium oder die malerische Amalfiküste zwischen Neapel und Salerno ziehen Jahr für Jahr Besucher in ihren Bann. Während man vor der Steilküste der Amalfiküste nicht nur wunderbar mit dem Segelboot kreuzen kann, sondern auch tolle Tauchspots wie in Ischitella findet, begeistern sich Taucher in Latium für die Reviere des maritimen Naturschutzparks Monte Orlando. Der Dünenstrand zwischen Sabaudia und dem Monte Circeo ist für Sonnenanbeter genauso geeignet wie für Surfer. Mit einer Liegeplatzkapazität von rund 7.000 Plätzen in Latium und über 15.000 Plätzen in Kampanien sind beide Regionen bestens auf Bootsurlauber eingestellt.



Im Süden der Apenninenhalbinsel finden Wassersportler an den Küsten Kalabriens, der Basilikata und Apuliens ein reiches Betätigungsfeld. Auf den Gewässern, auf denen schon Odysseus kreuzte, kommen Segler bei starker Brise wie dem Libeccio in volle Fahrt. 2000 Liegeplätze in Kalabrien und der Basilikata und über 8000 Plätze in Apulien sorgen dafür, dass Segler wieder in den sicheren Hafen zurückkehren können. Stützpunkte des ADAC sind in Kalabrien die Marina von Tropea sowie in Apulien die Marina von Taranto und die Marina di Brindisi.Helle Sandbuchten zwischen schroffen Felsformationen und glasklarem Wasser eignen sich hervorragend auch für die "sanfteren" Wassersportvarianten wie Schnorcheln, Tretboot fahren und natürlich Schwimmen. Rasanter geht es hingegen beim Kanu-Rafting z.B. auf dem kalabresischen Fluss Lao im Pollinogebiet zu.

 


Nervenkitzel verspricht auch das Wildbachfahren bei Gole del Raganello. Taucher finden in der Straße von Messina ein anspruchsvolles Revier, in dem man nicht selten auf Überreste der bewegten Geschichte stößt. Von griechischen Amphoren bis zu Wracks von Kriegsschiffen aus dem zweiten Weltkrieg reicht das Unterwassersortiment. Das quirlige Leben in Küstenorten wie Tropea, Maratea oder Gallipoli bietet auch auf dem trockenen Element reichlich Abwechslung. Nicht entgehen lassen sollte man sich natürlich die frischen Fischgerichte, die überall an der Küste in verschiedenen Variationen angeboten werden.

 

 

Die an der Adria gelegenen Regionen Molise, Abruzzen und Marken bieten zum Teil noch weniger bekannte Küstenabschnitte, in denen man eine einsame Bucht ganz für sich alleine hat. Segler können hier den Anker werfen und in das azurblaue Wasser springen. Yachthäfen und Marinas verfügen in den Marken über mehr als 5000 Liegeplätze, in den Abruzzen an die 2000 und in Molise stehen rund 120 Liegeplätze bereit. Das Landschaftsbild wechselt hier von langen Sandstränden über weiße Kalksteinfelsen mit kleinen Buchten bis hin zu dichten Wäldern. Das Hinterland birgt Kunst- und Naturschätze wie in Urbino, Ascoli Piceno oder Macerata, um nur einige der sehenswerte Orte zu nennen, und bietet sich für Entdeckungstouren zu Lande an.

Die Emilia Romagna ist für ihre weiten Sandstrände und traditionsreichen Seebäder bekannt. Wer hier mit seinem Boot antauen will, steht einem Angebot von rund 5000 Liegeplätzen in gut ausgestatteten Marinas gegenüber, die neben Segelkursen auch Bootsverleih anbieten. Zu den Stützpunkten des ADAC gehören hier die Marina di Rimini und Marinara bei Ravenna. In vielen Küstenorten wie Rimini, Riccione, Cesenatico oder Cattolica werden im Sommer die neuesten Wassertrendsportarten angeboten. Naturfreunde können auf Entdeckung im Naturpark des Po-Delta gehen. Auch Venetiens 117 Kilometer lange Küste verspricht Wassersportfreuden pur.

 



Küstenorte wie Bibione, Caorle oder Jesolo, wo sich auch ein ADAC-Stützpunkt befindet, bieten mit ihren langen feinsandigen Stränden nicht nur entspannte Tage am Meer, sondern auch ein großes Angebot an Wassersportaktivitäten. Segler können an über 5000 Liegeplätzen festmachen und bei einem Besuch Venedigs ihr Boot beispielsweise gleich in einem der Yachthäfen in Lido di Venezia lassen.

Die ehemalige mächtige Seerepublik ist die Wasserstadt schlechthin, ragt sie doch auf unzähligen Holzpfählen aus dem Meer, und Besucher können sich auf einem Motoscafo oder mit dem eigenen Dingo durch die romantischen Kanäle bewegen. Über Jahrhunderte angesammelte Kunstwerke locken in Venedig auch eingefleischte Wasserratten an Land.

 


Der breite Küstenstreifen von Friaul - Julisch Venetien bietet eine große Bandbreite an Wassersportmöglichkeiten. Der feinsandige Strand von Lignano, das hübsche Grado und die attraktive Lagunenlandschaft mit vielen vor gelagerten Inseln sind nur einige Anziehungspunkte.

Viel Komfort bieten die zahlreichen Marinas, die über insgesamt 10.000 Liegeplätze verfügen. ADAC-Stützpunkte sind die Marina San Giusto in Triest und San Giorgio di Nogaro. Ob Segeln, Surfen oder Tauchen, überall finden sportliche Urlauber Schulen mit Kursen und Verleih. Auf den Flüssen im Landesinnern können Wagemutige Kanu- und Kajakfahrten auf rauschenden Flüssen unternehmen.

 

 

 

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Reif für die Insel



Ein wahres Eldorado für Wassersportler sind die zahlreichen kleinen und großen Inseln des italienischen Stiefels. Wer schon einmal vor der Kulisse des griechischen Theaters in Taormina gesegelt, im klaren Wasser des Meeresnationalparks des toskanischen Archipels getaucht ist und sich von den Wellen vor Sardiniens Küste übers Meer hat tragen lassen, der wird dies nicht so schnell vergessen. Jede Insel hat ihren ganz besonderen Reiz. 
Lassen Sie sich von der italienischen Inselwelt verzaubern!

Sizilien, die größte Insel im Mittelmeer, fasziniert nicht nur mit seinem Jahrtausende alten kulturellen Erbe, seinen prächtigen Bauten und seiner mediterranen Naturlandschaft, sondern auch mit einer rund 1000 Kilometer langen Küste, an der alle erdenklichen Wassersportarten angeboten werden. Ein Segeltörn mit Blick auf den Ätna und vorbei an Küstenorten wie Cefalù, Syrakus oder Agrigent, die Strand und Kultur verbinden, ist ein einzigartiges Erlebnis. In den Porti Turistici stehen Sportbooten knapp 10.000 Liegeplätze zur Verfügung. Tauchbasen bieten Exkursionen in die faszinierende Unterwasserwelt, die von vier Meeresparks geschützt wird. Die beiden ADAC-Stützpunkte auf Sizilien sind die Marina di Villa Igea und die Marina Arenella bei Palermo.


Auch die zweitgrößte italienische Insel Sardinien ist in puncto Küste, Wasser und Strand ein Paradies für alle, die das Meer lieben. Das türkisblaue Wasser hat hier eine für Europa selten gute Qualität, so dass sich eine farbenfrohe Meeresflora und - fauna erhalten haben, die Schnorchler und Taucher in ihren Bann ziehen. Freizeitkapitäne finden hier mehr als 17.000 Liegeplätze. Der ADAC hat auf Sardinien vier Stützpunkte eingerichtet: die Marina di Portisco bei Olbia, die Marina Su Portu Teulada in Teulada, die Marina di Baunei e Santa Maria Navarrese bei Nuoro und die Marina dell`acute;Orso di Poltu Quatu im renommierten Porto Cervo. Meeresschutz wird hier groß geschrieben, wie beispielsweise der Meeresnationalpark La Maddalena bezeugt. Geübte Segler lassen sich im Norden der Insel am Maddalena Archipel vom Mistral über die Wellen treiben, um sich anschließend in den exklusiven Häfen von Porto Rotondo oder Porto Cervo an der Costa Smeralda verwöhnen zu lassen. Hier liegen wohl die größten Yachten vor Anker, weshalb sich für Nautiker schon deshalb ein Besuch lohnt. Auch Surfer lieben den starken Wind und starten beispielsweise von der Costa Paradiso, die ihren Namen nicht umsonst verdient. Weniger nobel aber keineswegs weniger schön geht es in den Marinas entlang der Küste bis nach Cagliari zu. In den vielen vom Land unzugänglichen Buchten bleiben Segler unter sich und nicht selten findet man einen Strand ganz für sich allein.


Größter Meeresnationalpark Europas ist der toskanische Archipel mit den Inseln Elba, Giglio, Giannutri, Montecristo, Pianosa, Capraia und Gorgona. Das rund 30.000 Quadratkilometer große Gebiet erhielt 1998 mit Unterstützung der italienischen Regierung, der Region Toskana und der Europäischen Union den Status eines Meeresnationalparks und bietet eine einmalige Meeresflora und Fauna mit unzähligen bunten Fischschwärmen. Segler geraten bei einem Törn zwischen den Inseln ins Schwärmen, und Taucher erzählen sich vor allem auf Giglio von ihren spannendsten Begegnungen unter Wasser. 
Bei Römern gelten die Pontinischen Inseln schon lange als ideales Ziel für unbeschwerte Tage am, im und auf dem Wasser. Zu der nur 18 Seemeilen vor der Küste Latiums im Golf von Gaeta gelegenen Inselgruppe gehören Ponza, Palmarola, Zannone, Ventotene, Santo Stefano und die kleinen Inseln Gavi und La Botte, die mit ihren rauen Felsen und den dicht gedrängten bunten Häusern ein Blickfang für Segler sind. Taucher können sich hier im Steilwandtauchen üben.

 



Ischia, Capri
 und Procida heißen die weltbekannten Inseln im Golf von Neapel. Die drei Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein. Das mondäne Capri, das für sein Thermalwasser bekannte Ischia und das beschauliche Procida versprechen jede für sich unvergessliche Tage am Meer. Die Marina von Capri und die Marina von Procida sind die beiden ADAC-Stützpunkte in Kampanien.

 

 

  

 

 

Die Insel Ustica, nördlich vor Sizilien gelegen, hat sich bei Tauchern einen Namen gemacht. Die ehemalige Gefangeneninsel hat sich der Natur- und Meeresforschung verschrieben und wartet mit vielen interessanten Spots auf. Die ebenfalls nördlich vor Sizilien liegenden Liparischen oder Äolischen Inseln sind für Segler ein Hot-Spot. Die unterschiedlichen Landschaften von Lipari, Vulcano, Salina, Panarea, Filicudi und Alicudi und das gewaltige Naturschauspiel der aktiven Vulkaninsel Stromboli sind Eindrücke, die ihresgleichen suchen. Auch die Ägadischen Inseln mit Favignana, Levanzo und Marettimo liegen vor der sizilianischen Küste westlich im Meer. Bedeutung hat die Hauptinsel Favignana vor allem wegen ihres Thunfischfangs erlangt. Das glasklare Wasser bietet Tauchern ausgezeichnete Sichtverhältnisse, und die zahlreichen Grotten warten darauf entdeckt zu werden. Berühmtheit erlangten die Grotte Bue Marino auf Favignana, in der lange Zeit Mittelmeermönchsrobben lebten und die Grotte del Genovese auf Levanzo wegen ihrer prähistorischen Wandmalereien.

 


Die südlichsten Punkte auf der italienischen Seekarte sind die Pelagischen Inseln, Lampione, Linosa und Lampedusa wobei letztere nur rund 180 Kilometer von der tunesischen Küste entfernt liegt. Besonders unter Tauchern gilt Lampedusa wegen des hellen Kalkgesteins, der intakten Unterwasserwelt, ihrer Ursprünglichkeit sowie der Gastfreundschaft der Insulaner als Geheimtipp. Auch die Insel Pantelleria liegt südwestlich von Sizilien und gilt unter Tauchern als Hot-Spot.

 

 

 

Nur 22 Kilometer vor der Gargano-Halbinsel Apuliens ragen die Tremiti-Inseln aus dem Meer. Sie liegen größtenteils innerhalb eines maritimen Naturschutzparks und werden wegen ihrer Schönheit "Perlen der Adria" genannt. Besonders Segler und Surfer kommen hier durch die steife Brise auf ihre Kosten, aber auch Taucher finden ihre Tauchgründe an den steil ins Meer abfallenden Felsen und in den zahlreichen Meeresgrotten.

 

 

 

 

 

 

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